Mittwoch, 8. Dezember 2021
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    Lisa Mayerhofer
    Lisa Mayerhofer
    Mitglied der NewFinance-Redaktion mit vorherigen Stationen beim Süddeutschen Verlag und Burda Forward.

    Aktuelle Beiträge

    Werden die Deutschen doch noch Investoren?

    Deutschland gilt als Land der konservativen Sparfüchse. Eine aktuelle Studie legt nun nahe, dass immer mehr Bürger ihr Geld in Wertpapiere investieren. Der Anteil der Aktien- und Fondsbesitzer steigt.

    „Der Trend zu Anlagen mit größerem Renditepotential ist eindeutig“

    Die Corona-Pandemie und die anhaltenden Niedrigzinsen scheinen die Deutschen zum Umdenken zu bewegen. Jedenfalls erwecken die Ergebnisse der aktuellen Studie „Anlageverhalten und Trends bei Privatanlegern in Deutschland: Wertpapierinvestments“ der B2B Direktbank ebase den Anschein. Die Studie wurde auf Basis einer repräsentativen Befragung unter 1.000 Privatpersonen erstellt. 

    Demnach hat sich die Zahl der Wertpapieranleger von 2019 bis 2021 von 28 auf 37 Prozent erhöht. Darüber hinaus gaben 17 Prozent der Befragten an, ihre Wertpapierbestände aufbauen zu wollen. 2019 waren es nur zwölf Prozent. Zu den beliebtesten Investments gehören dabei Aktien und aktive Investmentfonds. Platz drei belegen die ETFs. 

    „Die Anleger in Deutschland haben auf die Niedrigzinsen und die Herausforderungen in der Altersvorsorge reagiert und wenden sich verstärkt Investitionen am Kapitalmarkt zu“, kommentiert Kai Friedrich, CEO von ebase, in der Mitteilung. „Zwar liegt immer noch viel Kapital auf zinslosen Sparbüchern, aber der Trend zu Anlagen mit größerem Renditepotential ist eindeutig. Das ist für die Anleger sowie die deutsche Volkswirtschaft gleichermaßen ein gutes Zeichen.“

    Vor allem junge Menschen interessieren sich für Aktien

    Die Teilnehmer, die nicht in Wertpapiere investieren wollen, wurden in der Studie zu den Gründen befragt. Zu den häufigsten Angaben gehörte ein geringer Wissensstand und fehlende Angebote entsprechender Investments. „Dies zeigt, dass es für engagierte Wertpapierberater noch reichlich Potenzial gibt, Kunden von den langfristigen Vorteilen einer Kapitalanlage zu überzeugen“, sagt Friedrich.

    Die Ergebnisse der Studie decken sich auch mit denen anderer Erhebungen. So stieg laut dem Deutschen Aktieninstitut die Zahl der Aktionäre in Deutschland von 2019 bis Ende 2020 um ganze 28 Prozent. Dies zeigt einen großen Wandel an: Von 2000 bis 2014 ging die Zahl der Investoren zurück, danach folgte ein leichter Aufwärtstrend, der dann 2020 sprunghaft anstieg. Besonders junge Menschen unter 30 Jahren entdeckten während der Corona-Pandemie ihr Interesse der Börse. 

    Titelbild: ©engel.ac/stock.adobe.com

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