Premiere! Felix Anthonj traf für das aktuelle Interview seiner Reihe die erste weibliche Entscheiderin. Im UNIQA Tower in Wien sprach er mit Sabine Usaty, Vorständin Kunde & Markt der UNIQA.
Die UNIQA Group ist eine der führenden Versicherungsgruppen in ihren Kernmärkten. In Österreich, sowie übergreifend in Zentral- und Osteuropa mit rund 40 Gesellschaften in 18 Ländern vor Ort. Kundenanzahl insgesamt: 9,6 Millionen Menschen. Zusammen mit der Raiffeisen Versicherung verfügt UNIQA über die zwei stärksten Versicherungsmarken in Österreich und ist somit in den CEE-Märkten (Mittel- und Osteuropa) gut positioniert.
Im Kern ihrer Markenbotschaft setzt die UNIQA auf Nähe zum Kunden. Aber wie wirkt sich die Digitalisierung auf Kundennähe aus? Wie viel wird in den Wandel investiert? Was bedeutet „friktionsfreie digitale Kommunikation“?
500 Millionen Euro bis 2025
So viel will UNIQA laut Usaty in das Wachstum und die Digitalisierung investieren. Zwei Drittel des Gesamtbetrages gehen dabei direkt in die IT.
„Am Ende des Tages geht es darum, dass wir uns für eine Strategie entschieden haben, die sich „core to satellite“ nennt. Das heißt, wie erneuern unsere Kernsysteme, damit wir dann frontend-seitig moderne Systeme aufsetzen können.“
Gleichgewicht der Sprache
Auch der digitalen? Ja, so Usaty. Kommunikation ist Dreh- und Angelpunkt und muss deshalb möglichst „friktionsfrei“ zwischen Makler und Versicherer, aber auch zwischen Vermittler und Kunde ablaufen. Dazu notwendig? Passende Schnittstellen, erklärt die Vorständin. Aber nicht ausschließlich. Es geht darum zu überzeugen und individuelle Zugänge zu finden.
„Es geht auch darum, dass wir im Rahmen unserer Offensive neue BOA-Systeme aufsetzen werden. Wir hoffen dann auch, dass wir unsere Partner davon überzeugen werden, diese Systeme zu verwenden. (..) Jetzt geht es darum, mit Schnittstellen möglichst convenient für die Partner zu arbeiten.“
Doch laut Usaty bedeutet das nicht, dass die zukünftige Kommunikation mit den Partnern ausschließlich über digitale Kanäle läuft. Denn es ist eben diese regionale Präsenz, auf die UNIQA großen Wert legt.
„Wir haben unsere Maklerbetreuer vor Ort und das ist eine Systematik, die sich in den Jahren bewährt hat und auf die wir auch weiter setzt werden. Also wir gehen davon aus, dass du auf der einen Seite das Thema Digitalisierung brauchst, auf der anderen aber auch den persönlichen Austausch. Und Empathie kann einfach kein System ersetzen.“
Kaiserschmarrn – wer hat’s erfunden?
Hinkt Österreich, anders als Deutschland, dem digitalen Wandel immer noch hinterher? Bleibt die persönliche Betreuung auch weiterhin ein wichtiges Asset für die UNIQA? Und vor welche Herausforderungen stellen digitale Kommunikationsmittel die Vermittler? Dazu mehr im Interview in voller Länge.
Titel- Beitragsbild: © Flexperto
Videos: ©UNIQA; ©Flexperto