Mittwoch, 8. Dezember 2021
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    Lisa Mayerhofer
    Lisa Mayerhofer
    Mitglied der NewFinance-Redaktion mit vorherigen Stationen beim Süddeutschen Verlag und Burda Forward.

    Aktuelle Beiträge

    Gute Noten für Finanzberater, schlechte Noten für Honorarberatung

    Die Mehrheit der Deutschen stellt ihren Finanzberatern ein gutes Zeugnis aus. Das ergab die aktuelle DIVA-Marktstudie „Provision- und Honorarberatung – was erwarten die Kunden?“. Außerdem streicht sie die Nachteile einer Honorarvermittlung heraus.

    Honorar oder Provision?

    Die Mehrheit der Befragten der DIVA-Studie urteilte in allen Qualitätskriterien für eine Beratung, dass sie zufrieden oder sehr zufrieden mit den Leistungen ihrer Finanzberater seien. Dies gelte auch für den Umfang und die Qualität der bereitgestellten Informationen, teilte das Deutsche Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) mit. 

    Die beste Ausstattung an Versicherung, Fonds und Aktien wiesen laut Studie die Kunden von freien Finanzberatern auf. Dagegen seien die Portfolios von Kunden einzelner Produktanbieter „unausgewogener“. Keine Auswirkung auf die Zufriedenheit der Kunden habe DIVA zufolge die Tatsache, ob die Berater per Honorar- oder Vermittlungsprovision gearbeitet hätten. 

    „Die immer wieder anzutreffende Behauptung, die Provisionsberatung übervorteile den Verbraucher, wird von letzteren so nicht gesehen und empfunden“, schlussfolgern die beiden Autoren Professor Michael Heuser von der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Marburg und Professor Matthias Beenken von der Fachhochschule Dortmund. Für die Studie befragten sie 2.000 Entscheider in Privathaushalten in Deutschland, die in den vergangenen drei Jahren eine Finanzberatung in Anspruch genommen hatten. 

    „Die Provisionsberatung ist sozial ausgewogener“

    „Die Provisionsberatung ist im Übrigen auch sozial ausgewogener als die Honorarberatung“, sagen Heuser und Beenken. „Provisionen belasten weniger vermögende Kunden geringer als vermögende Kunden.“ Das deckt sich mit dem Ergebnis einer KPMG-Studie. Soe legt nahe, dass Provisionsberatung im Gegensatz zu Honorarberatung dazu beitrage, dass Menschen mit geringen Anlagebeträgen besser beraten würden.

    Es ist kein Wunder, dass man gerade in der Branche die Werbetrommel für die Provisionsberatung rührt und Argumente gegen eine Honorarvermittlung sammelt: Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass es in einem Positionspapier einer Arbeitsgruppe der Ampelparteien darum geht, unter Umständen die provisionsbasierte Beratung durch unabhängige Honorarberatung zu ersetzen. Der Ausgang ist noch völlig offen. Momentan fristet die Honorarberatung im Vergleich zur Provisionsberatung ein Nischendasein.

    Spannend dazu: Unser Branchentalk Alternative Vergütungsmodelle & Einkommensquellen

    Titelbild: ©Victor zastol’skiy/stock.adobe.com

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