Mittwoch, 6. Juli 2022
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    Lisa Mayerhofer
    Lisa Mayerhofer
    Mitglied der NewFinance-Redaktion mit vorherigen Stationen beim Süddeutschen Verlag und Burda Forward.

    Aktuelle Beiträge

    Nachhaltigkeitsthemen beschäftigen Versicherungsbranche

    Die Themen Klima und Umwelt nehmen einen großen Einfluss auf die Strategie und das operative Handeln von Versicherungsunternehmen. Das ergab eine aktuelle Studie von EY und V.E.R.S. Leipzig.

    „Die Branche ist sich ihrer Rolle für die grüne Transformation unserer Wirtschaft bewusst“

    Für die Studie des Beratungsunternehmens und des Forschungsinstituts wurden 22 Erstversicherungsgesellschaften befragt, die einen Marktanteil von 58 Prozent in Deutschland abbilden. Außerdem nahmen drei Rückversicherer und fünf große Vertriebsgesellschaften teil. Dazu wurden noch die politischen Parteien zur Rolle der Versicherungswirtschaft für die Transformation der Wirtschaft befragt. 

    Laut Studie erreicht die Einschätzung der Relevanz von Nachhaltigkeit bei den befragten Unternehmen einen Indexwert von 84 auf einer Skala von Null bis 100. Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll dieser Bedeutungsindex sogar auf 94 ansteigen.

    So haben auch bereits 23 der 30 größten Versicherer ihre Geschäfte mit der Kohleindustrie eingeschränkt oder schon beendet. Außerdem setzen immer mehr Unternehmen auf klimaneutrale Anlageportfolios.

    „Die Branche ist sich ihrer Rolle für die grüne Transformation unserer Wirtschaft bewusst“, sagt Thomas Korte, Partner und Head of Insurance bei EY, in der Mitteilung zur Studie. „Allerdings stehen die Unternehmen erst am Anfang ihrer Bemühungen.“

    Mehrere Herausforderungen kommen auf die Versicherer zu

    Für eine ganzheitliche Transformation der Branche müssten die Unternehmen gleich mehrere Herausforderungen meistern: Zum einen sei das die Integration der ESG-Faktoren in die Angebote  – auch, um die veränderten Kundenwünsche zu bedienen. „Zum anderen gilt es, die gesamtwirtschaftlich bedeutende Kapitalanlage von fast 1,8 Billionen Euro ökonomisch und ökologisch verantwortungsbewusst anzulegen“, so Korte.

    Die wichtigsten Handlungsfelder für die Unternehmen sind derzeit laut Studie vor allem die Kapitalanlage (Indexwert: 78), die eigene Unternehmensinfrastruktur (Indexwert: 74) sowie die Kommunikation (Indexwert: 74). Die Befragten erwarten außerdem in den nächsten zwei Jahren einen wesentlichen Anstieg der Relevanz von Nachhaltigkeit beim Pricing, im Vertrieb sowie im Leistungs- und Schadenmanagement.

    „Das sind zentrale Funktionen der Wertschöpfungskette von Versicherern“, erklärt Prof. Dr. Fred Wagner, Direktor des Instituts für Versicherungslehre an der Universität Leipzig und Co-Autor der Studie. „Offensichtlich sehen die Versicherer hier besonderen Handlungsbedarf.“

    Titelbild: ©Vitalii/stock.adobe.com

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