Sonntag, 21. Juli 2024
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    Internet of Things: Wenn der Toaster mehr weiß als der beste Freund

    Ob Kaffeemaschine, Toaster, oder Herzschrittmacher. Die Vernetzung von Haushaltsgeräten nimmt weltweit zu. Für Experten erst der Anfang. Sie gehen für die kommenden Jahre von einem gewaltigen Anstieg aus. Holländische Kühe werden mit Chips versehen, das letzte Stuhlbein ist bald vernetzt und der Toaster weiß irgendwann mehr als der beste Freund. Und was hat Deutschland davon? Die Chance auf eine Spitzenposition in der Erforschung des IoT – des Internet of things.

    8,4 Milliarden

    So viele Geräte sind laut Meinungsforschungsgesellschaft Gartner aktuell weltweit vernetzt. Von Babyphone bis zum Herzschrittmacher. Ihrer Studie zufolge sind es sogar schon rund 30 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Und es geht noch weiter. Die Analysten gehen davon aus, dass es 2020 etwa 20,4 Milliarden Haushaltsgeräte sein werden, die sich über das Internet steuern lassen. Wer denkt, die Industrie treibe den Zuwachs voran, der irrt. Laut Experten nehme die Zahl der Geräte im Internet der Dinge bei Endverbrauchern sogar noch ein deutliches Stück rasanter zu

    Und die Kuh macht “muh” mit einem Klick

    IoT-Geräte besitzen eine eigene IP-Adresse. Sie sind im Internet abrufbar und lassen sich dadurch fernsteuern. Für Wissenschaftler Philip N. Howard, Autor des Buches “Finale Vernetzung. Wie das Internet der Dinge unser Leben verändern wird”, sieht die Zukunft in etwa so aus:

    “Schon in wenigen Jahren werden die Geräte, die uns umgeben, mehr über uns wissen als unsere besten Freunde. Alle Autos, Thermostate, Toaster und Herzschrittmacher werden Sensoren und eine IP-Adresse haben. Sie alle können Daten aufzeichnen und aussenden.”

    Die Entwicklung macht auch vor Lebewesen nicht halt. In Holland sind bereits 2 500 Kühe mit einem Chip versehen. Geht es Berta schlecht, weiß der Bauer Bescheid, ohne dafür extra auf die Weide gehen zu müssen. Prima.

    Deutschland bald Mekka in der IoT-Forschung?

    München wird zum Forschungszentrum des US-amerikanischen IT-Riesen IBM. Das ist bereits beschlossene Sache. Rund 1.000 Spezialisten sollen zum Thema “kognitive Intelligenz” intensiv Forschung betreiben und den Ausbau des IoT, die Vernetzung von Mensch, Computer und Maschine weiter voranbringen. Nach Aussage des Unternehmenssprechers sollen dafür 200 Millionen Euro investiert werden.

    Titelbild: ©fotolia/Dmitry Koksharov

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