Influencer-Marketing ist keine neue Erfindung der Marketing-Branche und dennoch der am schnellsten wachsende Bereich im Online Geschäft der letzten Jahre. Verständlich, denn mit Filmstars, Musikern und beliebten Sportlern wirbt es sich einfach besser. Neu ist jedoch, dass auch Menschen, oder besser gesagt YouTuber, wie Sie und ich die neuen Influencer im Online-Marketing sind.
Mit einer Kampagne, die von der Bekanntheit eines Stars oder Sternchen profitieren darf, hat eine Marke wesentlich bessere Chancen, sich auf dem Markt zu platzieren und viral zu gehen. Mit der neuen YouTube-Generation gesellen sich allerdings schon seit mehreren Jahren neue Influencer hinzu, die bei den Digital Natives hoch angesehen und zuweilen sogar verehrt werden: dieYouTuber!
Ein Unternehmen muss also nicht gleich George Clooney oder Mats Hummels engagieren und Unmengen an Gagen ausgeben, um ein Produkt oder eine Dienstleistung zum Erfolg zu pushen. Beobachtet man nämlich die junge Zielgruppe, ist schnell festzustellen, dass der Informationsbedarf eher über Videos, als über das Lesen gedeckt wird. 14- bis 22-Jährige verbringen durchschnittlich mehrere Stunden am Tag mit dem Sichten neuester Videos. Die Themen sind vielfältig und decken speziell die Freizeit-Sparten ab, wie Sport, Mode, Beauty und Lifestyle.
Und hier kommt wieder das Product-Placement ins Spiel, bei dem erstmal nicht das Produkt selbst, sondern beliebte YouTuber zum Objekt der Begierde werden, da sich erst durch sie der junge Konsument angesprochen fühlt. Allerdings versteckt sich gerade da auch der Kasus Knacktus. Denn verstecktes Marketing, umgangssprachlich auch Schleichwerbung genannt, kommt auch bei der jüngeren Generation nicht gut an. Hier ist also Sensibilität und Ehrlichkeit gefragt. Ansonsten manövrieren sich nicht nur ein Unternehmen, sondern auch die Influencer selbst ins Aus.
Influencer-Marketing als Recruiting-Tool
Jedes Unternehmen ist auf motivierten und talentierten Nachwuchs angewiesen. Auch auf diesem Gebiet könnten mit kreativen Online-Kampagnen und mithilfe von YouTube-, Blog-, oder Instagram-Influencern Auszubildene oder (angehende) Studenten gewonnen werden. Allerdings scheint man in diesem Bereich die Resourcen bisher eher schlecht als recht zu nutzen. Dabei kann ein YouTuber während eines Schnuppertages in einem Handwerksunternehmen und sogar beliebte Dozenten oder Lehrer (für regionale Bereiche) nicht nur die Reichweite in den sozialen Netzwerken erhöhen, sondern auch den Ruf der Ausbildung oder des Studienganges positiv unterstreichen. „Das Handwerk“ versteht es schon mal, sich durch ansprechende Image-Kampagnen Gehör zu verschaffen und nutzt nicht nur Facebook, YouTube und Instagram, sondern macht gleich mal den Auszubildenen selbst zum hauseigenen Influencer.
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Titelbild: © oneinchpunch