Sonntag, 26. Mai 2024
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    „Google, was kostet eine Sterbegeldversicherung?“

    Erkenntnis der Woche: Die Deutschen suchen im Netz verstärkt nach Sterbegeldversicherungen. Das Keyword Rentenversicherung liegt weiterhin an der Spitze, gefolgt von Zahnzusatz. Einen kleinen Dämpfer müssen hingegen Anfragen rund um das Wort Kfz-Versicherung verzeichnen.

    Zu diesem Ergebnis ist das Berliner Unternehmen Mediaworx gelangt. In einer Studie hat es das Google-Suchverhalten der Deutschen bei Versicherungsprodukten unter die Lupe genommen und ein Ergebnis verkündet, das wenig zur Erhellung beiträgt. Viel wichtiger die Frage: Wie lassen sich diese Erkenntnisse für die Suchmaschinen-Optimierung nutzen?

    Im Google-Rennen

    Gemessen an den absoluten Werten haben laut Studie die Anfragen nach „Sterbegeld“, „Zahnzusatz“ und „Berufsunfähigkeitsversicherung“ deutlich zugenommen. Im zweiten Quartal 2018 stieg das Suchvolumen für „Sterbegeldversicherung“ zum Beispiel um 124 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Einen deutlichen Rückgang verzeichnet hingegen das Keyword „KFZ-Versicherung“ mit einem „Minus im unteren fünfstelligen Bereich“. Das VersicherungsJournal hat bereits darüber berichtet.

    Die volumenstärksten Monate

    Die Deutschen suchen also mehr nach Versicherungsprodukten via Google. So viel bleibt festzuhalten. Doch wann dies Internetnutzer vorzugsweise tun, darüber schweigen die Studienautoren. Ein kurzer Blick in Google Adwords zeigt: November und Januar gehören zu den Peak-Zeiträumen des Jahres.

    Anfragen zu beliebten Versicherungsprodukten wie bAV, Zahnzusatz und Reiserücktritt werden vorzugsweise im Januar getätigt. Gesundheit und der bevorstehende Urlaub sind demnach bevorzugte Themen für den Start ins neue Jahr.

    Beispiel “Zahnzusatz”:

    Zahnzusatz

    Im November stehen dann wieder neue Themen auf dem Plan: Hausrat, Kfz oder die Sterbegeldversicherung sind bei den Suchanfragen hoch im Kurs.

    Beispiel “Sterbegeldversicherung”:

    Sterbegeldversicherung

    Ein Erklärungsversuch: Menschen werden mit Beginn der kalten Jahreszeit nachdenklicher. Besonders der Spätherbst ist bekanntlich die Zeit für Sturm-, Hagel- und Hochwasserschäden. Und der 30. November ist Stichtag für den Wechsel der Kfz-Versicherung.

    Neue Keywords, neues SEO-Futter?

    „Rentenversicherung“ ist laut Studie das am häufigsten eingegebene Keyword. Also Feuer frei für die Suchmaschinen-Optimierung? Alle Texte müssen überarbeitet und auf „Rentenversicherung“ optimiert werden. Und der Erfolg? Der bleibt aus!

    Mehrere Faktoren können dafür ursächlich sein, dass ein auf „Rentenversicherung“ optimierter Text nicht rankt:

    Der Zeitpunkt
    Gut SEO will nicht nur Weile haben, auch der Zeitraum spielt besonders bei saisonalen Suchbegriffen eine übergeordnete Rolle.
    Zu generische Keywords
    Der Begriff „Rentenversicherung“ ist zum Beispiel zu unkonkret. Dahinter können unterschiedliche Nutzerabsichten stecken: Information, Abschluss oder gar beides.
    Keyword-Klassifikation
    Transaktional oder informational: Welches Ziel verfolgt der Leser des Beitrages? Ein redaktioneller Beitrag, der nur auf ein Schlüsselbegriff optimiert wurde, wohinter sich eine klare Kaufabsicht des Lesers verbirgt, wird auf Dauer wenig Traffic generieren, im schlimmsten Fall werden negative Signale wie eine kurze Verweildauer oder hohe Absprungraten an die Suchmaschine weitergegeben.
    Zu hoher Wettbewerb
    Sind nach einer Testabfrage des Keywords die beiden ersten Google-Seiten voll von namhaften Versicherungsunternehmen, ist ein Versuch auf diesen Begriff ranken zu wollen nahezu aussichtslos. Finger weg und eine andere Strategie suchen. Es gibt sie tatsächlich.
    Keyword-Kannibalismus
    Mehrere Seiten auf dasselbe Keyword optimiert erzeugen die nötige Durchschlagskraft. Falsch gedacht! Sind beispielsweise zwei Seiten auf ein gleiches Keyword optimiert, behindern sie sich eher gegenseitig. Der Crawler ist überfordert und im Zweifel rankt keine der Seiten.
    Alter der Domain
    Einer jungen Versicherungsseite wird ohne die nötigen finanziellen Mittel schnell die Puste ausgehen, denn die obersten Positionen sind bereits von etablierten Konkurrenten besetzt.
    Markenbekanntheit
    Am erfolgreichsten sind immer noch Unternehmen, die sich am Markt bereits etabliert haben. Diese genießen in der Regel höheres Vertrauen bei Google als die so genannten „Newbies“. Beispiel Online-Shops für Schuhe: Wer heute als Neuling im SEO gegen Amazon oder Zalando ankommen will, ist zum Scheitern verurteilt. Der Markt ist schlicht und ergreifend – auch auf Google – gesättigt.

    Vorsicht vor Shortheads und Money-Keywords

    Ein ähnliches Bild zeichnet der Versicherungsmarkt. Um auf Google erfolgreich zu sein, sollten die Bereiche Suchmaschinen-Optimierung (SEO) und SEA (Suchmaschinenwerbung) daher nicht mehr getrennt voneinander betrachtet werden. Denn Synergie-Effekte geben vor allem jungen Seiten den nötigen Anstoß.

    Doch Vorsicht bei der Wahl des richtigen Keywords. Ein Beispiel aus dem Adwords-Keyword-Planer, in erster Linie zwar ein Tool für bezahlte Google-Anzeigen, aber ebenso  gut für Keyword-Analysen zur organischen Optimierung (SEO) geeignet. Ein besonders wettbewerbsintensives Keyword ist beispielsweise „Altersvorsorge“. Rund 10.000 Suchanfragen verzeichnete der Begriff im Juni 2018. Die Folge: Das Gebot für eine bezahlte Anzeigenschaltung über Google Adwords belief sich pro Klick auf bis zu 12 Euro.

    Wer allerdings für die organische Suche auf dieses Keyword optimiert, wird hochgerechnet ein ebenso hohes Budget veranschlagen müssen. Zwar kosten organische Anzeigen nichts. Um vergleichbaren Traffic zu generieren, muss allerdings weitaus mehr Arbeitsaufwand geleistet werden. Die Kosten amortisieren sich bei der Suchmaschinen-Optimierung in der Regel erst nach Monaten oder Jahren.

    Da sich der Erfolg von SEO-Maßnahmen erst später einstellt, empfiehlt es sich gerade für junge Seiten, den Fokus in der Übergangszeit neben Facebook-Werbeanzeigen auch auf bezahlte Google-Anzeigen zu legen. So gelangt erster Traffic auf die Seite, der wiederum Signale an Google sendet und damit das organische Ranking positiv beeinflussen kann. Mit den Daten lassen sich bereits erste Analysen vornehmen, um die Seite zu beobachten und im Bedarfsfall zu optimieren.

    Tipps zur Keyword-Optimierung

    Keyword-Recherche
    via Google-Keyword-Planer
    Konkurrenz-Analyse
    Worüber schreibt die Konkurrenz? Worüber schreibt sie noch nicht?
    Vorlaufzeit beachten
    Insbesondere bei saisonalen Ereignissen. Mit der Optimierung zu beginnen, wenn Medien ein Thema bereits aufgegriffen haben, ist vergebene Liebesmüh. Mehr SEO-Erfolg versprechen Beiträge, die bereits drei Monate im Voraus von Google indexiert worden sind
    Keyword-Kannibalismus vermeiden
    Nicht mehrere Seiten auf dieselbe Keyword-Kombination optimiert
    Wichtig für junge Domains:
    Den Fokus zu Beginn auf wettbewerbsschwache Begriffe oder Nischen-Keywords legen wie Fragen oder Longtail-Keyword
    Wenn Budget vorhanden
    Um das SEO-Ranking zu pushen, bietet es sich an auch Geld in Werbeanzeigen im Social-Web oder über Google-Adwords zu investieren
    Keyword-Dichte
    Der Wert variiert zwischen 0,6 und 1,5 Prozent. Wichtig: Der Text sollte lesbar sein. Im Zweifel also für die Sprache.

    Titelbild: ©studiostoks/ fotolia.com

    Beitragsbilder: ©Google Adwords Keywordplaner

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