Dienstag, 29. November 2022
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    Black Friday: Das haben sich die Pilgerväter anders vorgestellt!

    Thanksgiving: Behutsamkeit. Ruhe. Familie und Tradition.

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    Interessiert niemanden mehr! Außer christliche Fundamentalisten. Denn das Erntedankfest, das Amerika seit Ankunft der Pilgerväter an jedem vierten Donnerstag im November feiert, gerät in Vergessenheit. Es wird verdrängt. Von Schnäppchen, Rabattaktionen, Discounts und galaktischen Preisnachlässen. Kurzum: Der Black Friday ist angekommen. Auch in Deutschland. Aber wie mutierte ein Brückentag – ein Übergang in das verlängerte Familienwochenende – zum Beginn der vorweihnachtlichen Karambolagen-Kaufsaison?

    Zaster, Massen und klingelnde Kassen

    Das tatsächliche Entstehen der Bezeichnung „Black Friday“ ist nicht bekannt. Diese drei Theorien halten sich jedoch genauso hartnäckig wie das Geld in den Händen von Schnäppchenjägern:

    • Frühere Geldscheine waren tatsächlich noch aus Papier und Tinte. Nach einem geschäftigen Tag, vom vielen Geldzählen, hatten die Händler schwarze Hände. Und je mehr Cash, desto mehr black.
    • Eine weitere Theorie ist die, dass individuelle Menschen im Kaufrausch sich zu einer homogenen Masse zusammenschließen. Aus der sicheren Entfernung eines Einkaufszentrums oder Fachgeschäftes sieht eine heranrückende Horde an Kauflustigen nach einer riesigen, schwarzen Menge aus.
    • Eine simple Erklärung: An solchen umsatzstarken Tag haben Händler die Chance, aus dem Minus herauszukommen. Sie schreiben also statt rote – schwarze Zahlen.

    Und seitdem der Handel im Internet floriert, zieht dieser ebenfalls seinen Wunschtag aus dem Marketing-Hut. So bewerben Online-Händler, angeführt von Amazon, den auf Black Friday folgenden Cyber Monday – mit entsprechenden Spar- und Gratis-Aktionen.

    Who you gonna call? Doorbuster!

    Aber egal welche Namensfindung die richtige ist, die Idee fruchtet. Besonders bei Rabatt-Rambos (englisch Doorbuster). Von Kleidung über Elektronik, von Alltagsgegenständen bis hin zu Möbeln und Autos. Alles geht runter! Doch während der Black Friday in den USA hauptsächlich vor Ort, in den Geschäften und Filialen der Einzelhändler stattfindet, werden in Deutschland die meisten Rabatte online angeboten. Seit 2013 findet dieses jährliche Rabattangebot in Deutschland statt. Zwar noch unbekannt, aber mit Erfolg.

    So belief sich der E-Commerce-Umsatz in Deutschland 2016 laut Statista auf rund 1,13 Milliarden Euro. Auch das Vorjahr war gewinnbringend. So bescherte der Novembertag 2015 deutschen Online-Händlern 18 Prozent der monatlichen Einkünfte. Das geht aus den Ergebnissen einer umfangreichen Studie von PAYONE, Statista und B+S Card Service hervor. Für das Black-Friday-Wochenende 2017 rechnen Experten mit einem Umsatz von 1,3 Milliarden Euro.

    Black Friday: Der nächste “Black Thursday”?

    In Europa allgemein hin als „schwarzer Freitag“ bekannt. Die Blase damals – die New Yorker Börse. Genauer: Der Dow Jones Industrial Average Kurs. Dieser fiel am 23. Oktober von 326,51 auf 230,07 Punkte am 29. Oktober 1929. Ist die heutige aufgebauschte Rabattblase damit vergleichbar?

    Denn Verbraucherschützer kritisieren: Rabattangebote bei Verkaufsaktionen wie dem Black Friday, Cyber Monday oder der Amazon „Cyber-Woche“ seien oft künstlich aufgeblasen. Denn der angepriesene Preisnachlass ginge nicht von den tatsächlichen Marktpreisen aus. Sondern würde weit über den handelsüblichen Preisen angesetzt und nach unverbindlicher Preisempfehlung berechnet. Das relativiert sämtliche Rabattaktionen. So seien oft nur echte Preisnachlässe von zehn bis 25 Prozent realistisch. Nicht die gelobten 50 oder 60 Prozent.

    Ähnlich sieht es das Portal Mydealz. Dabei analysierte die Social-Shopping-Community mit Unternehmenssitz in Berlin nach eigenen Angaben über 1.400 Black-Friday-Angebote zwischen 2013 und 2015. Ergebnis: Durch Black-Friday-Aktionen (2012, 2013 und 2014) konnten Kunden bei Smartphones eine durchschnittliche Ersparnis in Höhe von 26 Prozent erzielen. Bei Spielekonsolen von 20 Prozent, bei Fernsehern elf und bei Mode von 50 Prozent.

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